Hallo meine Lieben,
nach Hamner Springs konnte ich endlich das Whale Watching in Kaikoura nachholen. Ich habe insgesamt 5 Pottwale gesehen und bin gluecklicherweise nicht seekrank geworden. Ich wusste schon was mich erwartet und dass man meistens nur den Ruecken der Wale sieht, wenn sie zum Luft holen an die Oberflaeche kommen. Wenn sie dann aber wieder abtauchen, zuecken alle ihre Kamera, um die beeindruckende Flosse der Tiere abzulichten. Dass war schon irgendwie was Besonderes und ich war happy endlich Wale mal aus der Naehe zu sehen.
Ueber Blenheim ging es dann weiter nach Picton. Dort habe ich eine
Tageswanderung entlang des Queen Charlotte Tracks gemacht. Begleitung
hatte ich durch eine Amerikanerin, die sich mir morgens ganz spontan
anschloss. Ausserdem habe ich auf dem Boot, mit dem ich zum Start
gefahren wurde, Natalee aus Wellington kennengelernt, die sich ebenfalls
zu uns gesellte. Als internationales Frauenteam hatten wir unglaublich
viel Spass.
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Natalee, Julia und ich auf dem Queen Charlotte Track |
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Picton |
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Picton |







Nun war ich ueber 3 Monate auf der Suedinsel und hatte nun die Ueberfahrt mit der Faehre nach Wellington auf die Nordinsel gebucht. Abfahrt war 7Uhr morgens und Check In eine Stunde frueher, daher musste ich schon sehr frueh aufstehen. In der Dunkelheit bin ich mit Sack und Pack losmaschiert und freute mich, dass der Terminal der Bluebridge Ferry gleich um die Ecke war. In Picton gibt es allerdings noch einen zweiten Anbieter, die Interislander. Als ich nun vor dem Terminal stand, stellte ich fest, dass ich zum falschen gegangen bin und der Terminal der Bluebridge Ferry auf der anderen Seite war. Ich musste also mit meinem Gepaeck im Kreis laufen und nun fing es auch noch an zu troepfeln. Endlich hatte ich den richtigen Terminal erreicht, komisch war nur, dass das Gebaeude komplett dunkel war. Ein Mitarbeiter des anderen Unternehmen sagte mir, dass die erste Faehre erst 2Uhr Nachmittags ginge. Schnell checkte ich nochmal die Buchungen und stellte mit Erschrecken fest, dass ich die Faehre nicht 7Uhr AM, sondern 7Uhr PM gebucht hatte. Schoener Mist aber auch, dachte ich. Aber am Ende war es nur halb so schlimm, da ich die Faehre fuer nur 6Dollar auf 2Uhr Nachmittags umbuchen konnte und die Zeit noch fuer einen schoenen Track nutzen konnte. Gleich auf der Faehre lernte ich die naechsten Leute kennen und meine Abendplanung war schon gesichert. Ueberhaupt habe ich in Wellington so viele nette, interessante Menschen kennengelernt und eine wirklich schoene Zeit gehabt. Ich hatte ausserdem das Glueck, dass ich nach den ersten 3 Tagen im Hostel die Einladung von Natalee bekommen habe die naechsten 4 Tage bei ihr zu wohnen. Das war natuerlich toll und ich hatte so die Gelegenheit interessante Gegenden abseit der Touristenanziehungspunkte zu sehen. Hier ist mir auch nochmal bewusst geworden, dass ich mich gluecklich schaetzen kann die Moeglichkeit zu habe so zu reisen. Dafuer bin ich ueberaus dankbar. Ich fuehle mich momentan richtig frei und happy, dass ist unglaublich und ich geniesse das total.






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Wata |
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Ich als Wata in Zealandia |
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Meine private Unterkunft bei Natalee |
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Wellington |
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Cedric und ich |
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Wellington |
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Rochen im Hafen von Wellingto |
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mein Lieblingsbild im Te Papa Museum |
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hui, wer ist den das |
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aahhh! |
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Probesitzen im Flieger |
Von Wellington bin ich dann zur Westkueste nach New Plymouth gereist.
Dort verbrachte ich ein paar Tage in einem gemuetlichen, kunstvollen
Hostel und unternahm von dort aus u.a. die Besteigung zum Mt. Taranaki.
Die Tour dauerte 9 Stunden und verlangte mir einiges ab, da der Aufstieg
steil und voller Geroell war. Als ich aber oben auf dem Gipfel ankam
und mich ueber den Wolken befand, schienen die Strapazen wie weggeblasen. Ich fuehlte mich frei wie ein Vogel.
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Blick vom Puketutu Rock ueber New Plymouth und zum Mt. Taranaki |
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Hostel |
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Bruecke im Puketura Park mit Mt. Taranaki |
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Acrobatic Yoga |
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ueber den Wolken, Mt. Taranaki |
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Wiebke braucht eine Pause |
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Mt Taranaki |

Danach war ich eine Woche auf der Avonstour Farm bei John und Fiona
wwoofen. Das Grundstueck war ziemlich gross und man fand dort alle
Tiere, die man sich nur vorstellen kann. Sie hatten Schafe, Ziegen,
Rinder, Schweine, Pferde, Esel, Alpakas, Huehner, Enten, Gaense, Tauben,
Bienen, Meerschweinchen, Hunde und eine Katze. Dementsprechend
benoetigten sie viel Hilfe und sie haben das ganze Jahr ueber Wwoofer.
Wir waren zwischenzeitlich bis zu 10 Wwoofer. Es hat Spass gemacht mit
anderen zusammen zu arbeiten, da man immer was zu quatschen hatte. Wir
mussten zwar mehr oder weniger den ganzen Tag arbeiten, aber dafuer
haben wir fuer eine Farm morgens immer spaet begonnen. Ausserdem bekamen wir
immer unterschiedliche Aufgaben aufgetragen, sodass nie Langeweile
aufkam. Diesmal habe ich u.a. die Ziegen gemolken, Fruechte gesammelt,
Brot gebacken, Hanfblaetter gepflueckt (die fuer mediz. Zwecke z.B. zur
Hestellung von Creme verwendet werden) und meine Kenntnisse in der
Kaese- und Marmeladenherstellung erweitern koennen. Geschlafen habe ich
in einem kleinen Wagen, der so lang war, dass ich meine Beine gerade so
ausstrecken konnte. Die erste Nacht war furchtbar. Direkt neben mir war ein Huehnerstall mit 2
Haehnen sowie ein Esel, die mich jeden Morgen schon 5Uhr aus dem Schlaf rissen. Ich
lernte daraus, ging jeden Abend frueh zu Bett und benutzte immer meine
Ohropacks. Doch die letzten Tage bekam ich noch Zuwachs von Schafen,
Ziegen und Kuehen, sodass ich nun wirklich mitten unter den Tieren
wohnte. Ausserdem krabbelten Nachts die Possums auf dem Dach herum,
sodass der Wagen nur so schaukelte und ich dachte es sei ein Erdbeben.
Darueber hinaus roch es uebrall nach verwesten Tieren, da John fast taeglich ein Tier schlachtete und ueberall die toten Schaedel und Hoerner rumlagen. Da ist mir manchmal etwas uebel geworden, aber so geht es eben
auf einer Farm in Neuseeland zu und man gewoehnt sich daran.
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mein Wagen |
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ich im Hanffeld |
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abends beim gemeinsamen Dinner |
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Sabrina und Jessica |
Nachdem ich die Farm verlassen hatte, trampte ich zum National Park Village, um das Tongariro Crossing zu machen. Ich versuchte mich am "Forgotten Highway" und dieser war wirklich forgotten. Normalerweise dauert es zw. 5-10 Min. bis mich jemand mitnahm, aber diesmal war es wirklich eine "Challenge" fuer mich, da kaum ein Auto vorbeikam. Nachdem ich mehrmals immer nur fuer eine kurze Strecke mitgenommen wurde, sammelte mich schliesslich ein Polizist in zivil ein. Er hatte schon einen Franzosen mit im Gepaeck und hatte nun auch Erbarmen mit mir. Ich fuehlte mich nun in guten Haenden und war froh als ich endlich nach 8 Stunden mein naechstes Hostel erreichte. Am naechsten Tag hatte ich schliesslich Grosses vor, das Tongariro Crossing und die Besteigung des Mt. Nagauhoe. Die 10 Stunden Tour beanspruchte ganz schoen meine Muskeln, aber es hat sich gelohnt, denn die Aussicht war einfach grandios. Auch wenn hunderte Touristen hier jeden Tag unterwegs sind, war die Wanderung landschaftlich fuer mich eine der schoensten. Das Gute bei der Sache war, man braucht sich keine Gedanken machen, wenn man alleine im alpinen Gelaende rumkraxelt, denn im Grunde ist man nie alleine. Ich staunte aber nicht schlecht mit welcher Ausruestung viele der jungen Traveler unterwegs waren, denn die meisten hatten nur Sneakers an und von ausreichender Verpflegung und entsprechender Kleidung ganz zu schweigen. Nach dem Abstieg vom Mt. Nagaurohe habe ich Einige wehmuetig sagen hoeren, dass sie nun ihre Lieblingsschuhe wegwerfen koennen, da sie komplett zerstoert waren. Mitleid hatte ich mit ihnen wirklich nicht. Ich fragte mich nur, was sie hier von Neuseeland und einer Trekkingtour wie dem Crossing, was schon alleine zw. 6-8 Std. dauerte, fuer Vorstellungen hatten, wahrscheinlich keine. Jedenfalls bin ich am Ende des Tages ganz zufrieden, aber muede im Hostel eingetroffen und habe geschlafen wie ein Baby.




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Mt Nagauhoe |
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rauchender Berg |
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Mt Nagauhoe |
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roter Krater |
Nach dem Crossing bin ich mit Maria aus Malaga, die ich im Hostel kennenlernte zum Lake Taupo gefahren. Nachdem wir uns die Hukafalls anschauten und einen Rundgang im "Craters of the Moon" gemacht hatten, nahmen wir ein heisses Bad in den naturbelassenen Hot Springs. Das erinnerte mich sehr an Island. Es war witzig im warmen Wasser zu sitzen und von oben kam der kalte Regen. Auch am naechsten Tag regnete es am Nachmittag und daher entschied ich die Hauseigene Sauna auszuprobieren und meine mueden Muskeln zu entspannen.
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Lake Taupo |
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Hukafalls |
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typisch neuseelaendischer Campervan |
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Maria und ich am Crater of the Moon |
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Hot Pools |
Nach Taupo trampte ich nach Napier an die Ostkueste. Die Stadt ist in Neuseeland was besonderes, da die Gebaeude nach Art Deco Stil gebaut wurden. Jedes Jahr findet ein Art Deco Fest statt, dass ich aber leider um eine Woche verpasst habe. Dafuer bin ich fuer nur 10 Dollar ins Kino gegangen und habe meine ersten englischsprachigen Film gesehen, "50 Shades of Grey".
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meine alten Schuhe haben nun ihr letztes getan und wurden nun durch diese ersetzt
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Bei George und Marina war ich eine Woche wwoofen und habe eine Menge ueber exotische Pflanzen kennengelernt. Sie haben einen tollen grossen Garten, ein paar Huehner, Pfauen, Katzen und Hunde. Ausserdem kuemmern sie sich um 2 Pflegekinder, die die Glasknochenkrankheit haben. Justin und Aora heissen die beiden und fordern ihren Pflegeeltern einiges ab, aber wenn sie wollen, koennen sie auch herzallerliebst sein. Waehrend des Aufenthaltes bei Marina und George habe ich besonders die taeglichen Strandspaziergaenge mit Costa und Tessy und das Schwimmen im Meer genossen. Ausserdem durfte mir von George das Surfboard ausleihen, um mich damit in die Wellen zu stuerzten. Spannend war auch die Wanderung entlang der Kueste, die man nur bei Ebbe machen kann. So bin ich zu einer Halbinsel gekommen, die angeblich durch die Plattenverschiebung von Suedamerika nach Neuseeland gelangt ist. Dort findet man jede Menge interessante Steine, die auch schon einige Forscher angezogen haben.
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Justin |
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Aora |
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frischer exotischer Salat aus dem Garten |
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Strand von Weimarama |
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Halbinsel |
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Yurte |
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Costa beim Mittagsschlaefchen |